Newsletter der Cannabiswirtschaft
Themenübersicht:

Meldung der Woche

DHV startet E-Mail-Aktion gegen geplante Verschärfung des MedCanG


Der Deutsche Hanfverband (DHV) hat eine bundesweite E-Mail-Aktion gestartet, um Widerstand gegen die vom Kabinett beschlossene Verschärfung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) zu mobilisieren. Ziel sei es, CDU- und CSU-Bundestagsabgeordnete aufzufordern, im parlamentarischen Verfahren Änderungen vorzunehmen.

Der Gesetzentwurf aus dem CDU-geführten Gesundheitsministerium von Nina Warken sieht vor, die telemedizinische Verschreibung sowie den Apothekenversand von Cannabisblüten zu verbieten. Der Hanfverband befürchtet dadurch eine massive Verschlechterung der medizinischen Versorgung, insbesondere für Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen oder mit eingeschränkter Mobilität. Der DHV argumentiert, das Vorhaben stehe im Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung, Digitalisierung und Effizienz im Gesundheitswesen zu fördern. Auch mehrere SPD-Abgeordnete hätten bereits angekündigt, dem Entwurf in dieser Form nicht zustimmen zu wollen.

Teilnehmende der Aktion können mit wenigen Klicks E-Mails an ihre regionalen Bundestagsabgeordneten senden. Der Verband empfiehlt persönliche Anschreiben oder Erfahrungsberichte von Betroffenen, um die Bedeutung eines niederschwelligen Zugangs zu Cannabis als Medizin zu verdeutlichen. Parallel ruft der DHV weiterhin zur Unterstützung der bereits erfolgreichen Bundestagspetition auf, die sich ebenfalls gegen die geplanten Einschränkungen richtet.

Zitat der Woche

Finn Hänsel: “Pilotprojekte sind der richtige Weg”

Eigenanbau und Cannabis-Clubs allein können den Bedarf in Deutschland weiterhin nicht decken, reichen als legale Bezugsquellen schlichtweg nicht aus. Wir werden uns deshalb gemeinsam mit unseren Partnern weiter dafür einsetzen, dass Cannabiskonsument:innen nicht erneut dem illegalen Markt überlassen werden.

Und die internationale Erfahrung gibt uns recht: Wissenschaftlich begleitete Pilotprojekte sind der richtige Weg, um Gesundheitsschutz und Verbrauchersicherheit mit einem wirksamen Schwarzmarktabbau zu verbinden.“

Finn Hänsel, Gründer und Geschäftsführer Sanity Group, in einer Pressemitteilung zu den abgelehnten Modellprojekten. KrautInvest berichtet näher über die inzwischen sechs abgelehnten Modellprojekte.

Zahl der Woche

Bis 2026: 250 Mio. Dollar für EU Zulassung von Vertanical für „Whole-Plant“-Cannabisarzneimittel

13.10.2025 | Das deutsche Pharmaunternehmen Vertanical steht nach eigenen Angaben kurz davor, das erste international zugelassene, vollpflanzliche Cannabisarzneimittel auf den Markt zu bringen, so berichtet Business of Cannabis. Das Medikament VER-01 zur Behandlung chronischer Schmerzen habe eine Phase-3-Studie in Deutschland erfolgreich abgeschlossen und soll 2026 verfügbar sein. Nach der nationalen Zulassung wolle das Unternehmen über die europäische „Mutual Recognition Procedure“ weitere Märkte erschließen, darunter weitere EU-Länder, Großbritannien und die USA.

Mit einer Investition von mehr als 250 Millionen US-Dollar und sieben Jahren Entwicklungszeit gelte VER-01 als Meilenstein, da es das erste multikomponentige Cannabispräparat sei, das ein randomisiertes, kontrolliertes Studienverfahren erfolgreich durchlaufen habe. Vertanical zufolge zeigten sich bei den 800 Patientinnen und Patienten deutliche Verbesserungen bei chronischen Rückenschmerzen, während Nebenwirkungen wie Schwindel oder Mundtrockenheit nur vorübergehend auftraten. Eine Abhängigkeitsentwicklung sei nicht beobachtet worden.

Das in Dänemark produzierte Arzneimittel enthalte über 100 Wirkstoffe, darunter THC, CBD und CBG in niedriger Dosierung. Unternehmensgründer Clemens Fischer, Arzt und Gründer der Münchner Futrue Group, erklärte, man sehe in VER-01 eine weltweit erste nicht-opioide Therapieoption für chronische Schmerzen.

Unternehmen der Woche

Canify-Studie: Therapeutische Nutzung steht im Vordergrund

14.10.2025 | Eine aktuelle Befragung der Canify AG unter 350 Teilnehmenden deutet laut dem Unternehmen darauf hin, dass der Cannabiskonsum in Deutschland überwiegend therapeutisch motiviert sei. Schlafstörungen, Stress und Schmerzen stellten die häufigsten Gründe dar – auch bei sogenannten Mischnutzern, die Cannabis sowohl medizinisch als auch freizeitbezogen konsumierten. Laut Canify-CEO Sascha Mielcarek zeige die Studie, dass viele Anwender Cannabis gezielt zur Linderung gesundheitlicher Beschwerden einsetzten, was die politische Debatte über angeblichen Missbrauch telemedizinischer Verschreibungen relativiere.

Mehr als zwei Drittel der Befragten berichteten von einer Verbesserung ihres Gesundheitszustands, bei einem Viertel sogar deutlich. Besonders auffällig sei, dass die Nutzungsmuster und Motive von Misch- und Patientengruppen nahezu identisch seien. Chief Innovation Officer Silvia von Pistor betonte, dass viele dieser Menschen verlässliche medizinische Begleitung und klare Informationen zu Dosierung und Qualität benötigten.

Zugleich zeige die Studie strukturelle Defizite: Nur rund zwei Drittel der Patientinnen und Patienten bezögen ihr Cannabis aus Apotheken. Viele seien aufgrund bürokratischer Hürden auf Eigenanbau oder Selbstmedikation angewiesen. Canify sieht darin einen klaren Hinweis auf bestehende Versorgungslücken und den Bedarf an besser zugänglichen, ärztlich begleiteten Behandlungswegen.

Studie der Woche

Medizinalcannabis senkt Opioidverschreibungen deutlich

15.10.2025 | Eine aktuelle Untersuchung der University of Georgia und der University of Colorado zeigt, dass die Einführung von Gesetzen zur medizinischen Verwendung von Cannabis in den USA mit einem deutlichen Rückgang der Opioidverschreibungen verbunden sei, so berichtet marijuanamoment. Die Forscher analysierten Daten von 15 bis 20 Millionen privatversicherten Amerikanern zwischen 2007 und 2020 und kamen zu dem Ergebnis, dass in Staaten mit Medizinalcannabisgesetz die Zahl der Opioidrezepte im Schnitt um 16 Prozent sank, in einzelnen Bundesstaaten sogar um bis zu 22 Prozent.

Der Rückgang habe sich quer durch alle Altersgruppen, Geschlechter und ethnischen Gruppen gezeigt, besonders ausgeprägt aber bei Krebspatienten und nicht an Krebs erkrankten schwarzen Patienten. Zugleich stieg laut Studie die Verschreibung von nicht-opioiden Schmerzmitteln wie NSAIDs, was auf eine therapeutische Substitution hinweise. Die Autoren folgern, Medizinalcannabisgesetze könnten ein „wirksames Instrument zur Reduktion des Opioidgebrauchs und für eine sicherere Schmerzbehandlung“ darstellen.

Mehrere internationale Studien stützten inzwischen diese Ergebnisse. Auch Untersuchungen aus Australien, Kanada und den USA hätten gezeigt, dass Cannabis als Ersatz für Opioide zur Schmerzbehandlung beitragen könne, die Abhängigkeit verringere und Todesfälle durch Überdosierungen senke. Die vorliegende Studie im American Journal of Health Economics zählt zu den bisher umfassendsten Analysen auf Patientenebene.

Umfrage der Woche

Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschloss im Juni 2025 die Forderung der persönlichen ärztlichen Erstkonsultation für Medizinalcannabisverschreibungen, jedoch keine Versandverbotsforderung. Für wie wahrscheinlich halten Sie, dass der Bundesrat sich gegen das Versandverbot positionieren wird?
Die Beantwortung der Frage dauert wenige Sekunden und hilft uns ein nicht repräsentatives Meinungsbild zu erstellen. Die Teilnahme erfolgt anonym. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die an der Beantwortung teilnehmen. Das Ergebnis veröffentlichen wir im nächsten Newsletter.

Ergebnis der Woche

Grünen-Initiative zur Nutzhanfliberalisierung stößt auf breite Zustimmung

In unserer nicht repräsentativen Umfrage vom 13.10.2025 bis zum 20.10.2025 fragten wir: „Wie bewerten Sie die Initiative der Grünen für ein Nutzhanfliberalisierungsgesetz?“.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Unterstützung: 80 % bewerteten die Initiative als sehr gut, weitere 12 % als eher gut. Lediglich 4 % bezeichneten es jeweils als eher schlecht oder sehr schlecht.

Sie wollen Klarheit statt rechtlicher Grauzonen?

Weitere Meldungen

Medizinalcannabis 

Streeck: „Wir haben Dealer in weißen Kitteln geschaffen“

20.10.2025 | Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), habe im Faz-Interview scharfe Kritik am aktuellen Umgang mit medizinischem Cannabis geäußert. Seit der Teillegalisierung 2024 beobachte man erheblichen Missbrauch, der Import sei um mehr als 400 Prozent gestiegen, obwohl es laut Streeck deutlich weniger relevante Erkrankungen gebe. Viele Rezepte würden ohne Arztkontakt über Onlineformulare ausgestellt, teilweise mit Rezepten aus dem Ausland – das habe mit Medizin nichts mehr zu tun.

Streeck unterstütze deshalb die geplante Gesetzesänderung, die Telemedizin bei Cannabisverschreibungen einschränken und den Versand von Cannabisblüten verbieten solle. Medizinalcannabis dürfe künftig nur nach persönlichem Arztkontakt verschrieben werden. Zudem habe Streeck angeregt, Cannabisblüten ganz aus der medizinischen Anwendung zu nehmen und Behandlungsformen auf Tropfen oder Kapseln zu beschränken.

Auch das Cannabisgesetz insgesamt halte Streeck für überarbeitungsbedürftig. Die bisherigen Regelungen hätten weder den Schwarzmarkt verdrängt noch den Jugendschutz verbessert. Mit Blick auf die CDU kündigte er an, dass das Gesetz voraussichtlich erneut aufgeschnürt werde.



Podcast-Tipp: „Wolf of Cannabis“ – Aufstieg, Risiko und Lobbyarbeit in Deutschlands junger Cannabisindustrie

Der neue 1LIVE-Podcast „Wolf of Cannabis“ beleuchtet den Aufstieg von Niklas Kouparanis, CEO der Bloomwell Group, der eine Art „Amazon des medizinischen Cannabis“ aufgebaut habe. In sieben Folgen zeichne das Format den Weg des Unternehmers vom Start-up-Gründer zu einem zentralen Akteur der Branche nach – zwischen Regulierung, Lobbyarbeit und öffentlicher Kontroverse.

Die Serie zeige, wie Kouparanis auf Telemedizin setze und sich nun mit einem Gesetzesvorhaben konfrontiert sehe, das sein Geschäftsmodell infrage stelle. Autorinnen Marlene Halser und Lea Hampel beschrieben die Medizinalcannabisbranche als „Haifischbecken“, in dem juristische Grauzonen, enorme Profitchancen und politische Machtspiele aufeinandertreffen würden.

Der Podcast in der ARD Audiothek und auf allen gängigen Plattformen (Spotify Apple, Podcast) verfügbar.



43,3 Tonnen im Quartal: Bioxyne könnte vom Boom des deutschen Medizinalcannabis-Marktes profitieren

18.10.2025 | Der deutsche Markt für medizinisches Cannabis habe im zweiten Quartal 2025 ein Rekordniveau von 43,3 Tonnen Importmenge erreicht – ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorquartal, so berichtet wallstreet-online. Trotz der geplanten Einschränkungen bei Telemedizin und Versand zeige die Nachfrage bislang keine Schwäche. Kritiker warnten, strengere Vorgaben könnten Patientinnen und Patienten den Zugang erschweren und den Schwarzmarkt stärken.

Der australische Hersteller Bioxyne sehe darin eine Chance: Nach einem Liefervertrag über 5,6 Millionen US-Dollar in Deutschland wolle das GMP-zertifizierte Unternehmen seine Präsenz in Europa ausbauen. Mit einer monatlichen Produktionskapazität von bis zu 6.000 Kilogramm und Fokus auf pharmazeutische Qualität könne sich Bioxyne als verlässlicher Partner in einem zunehmend regulierten Umfeld positionieren.



DrAnsay startet Markenrelaunch im SoHo House Berlin

16.10.2025 | Vor dem Hintergrund der geplanten Einschränkungen für Telemedizin und Cannabisverschreibungen hat sich die E-Health-Plattform DrAnsay neu positioniert, so berichtet leadersnet. Am 8. Oktober hatte das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes beschlossen, der Erstverschreibungen künftig nur noch nach persönlichem Arztkontakt und ein Versandverbot für Cannabisblüten vorsieht.

Einen Tag vor dem Kabinettsbeschluss präsentierte DrAnsay gemeinsam mit der Agentur TankTank seine neue Kampagne unter dem Motto „Einfach so gesund“. Ziel sei es, sich als Anbieter für digitale Gesundheitsdienstleistungen insgesamt zu etablieren, während Cannabis im Markenauftritt keine explizite Rolle mehr spiele.

Die Neupositionierung wurde am Mittwoch im Berliner SoHo House mit zahlreichen Prominenten gefeiert. Gründer Dr. Can Ansay betonte, man wolle künftig stärker auf Aufklärung, Information und Lifestyle-Gesundheit setzen – auch, um das Geschäftsmodell über mögliche gesetzliche Einschränkungen hinaus zukunftsfähig zu machen.



Genussmittelregulierung

BLE lehnt sechs Cannabis-Modellprojekte ab – keine Genehmigung erteilt

06.10.2025 | Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mitteilte, seien bislang sechs Cannabis-Modellprojekte abgelehnt worden, während noch kein Antrag genehmigt wurde, so berichtet KrautInvest. Insgesamt habe die Behörde 65 Forschungsanträge erhalten, darunter 34 Modellprojekte mit 59 Antragstellern. Die BLE kündigte an, Antragsteller im Rahmen einer Anhörung erneut zu Wort kommen zu lassen.



Gizeh-Chef: Cannabis sorgt für Entstigmatisierung und neue Marktchancen

Im Interview mit protabac äußerte sich Christian Hinz, Vorsitzender der Geschäftsführung der GIZEH Rauchbedarf GmbH, zur Entwicklung des Marktes und zur Rolle von Cannabis seit der Teillegalisierung. Der Trend zu E-Zigaretten und Alternativprodukten bleibe zwar zu beobachten, doch Gizeh setze weiterhin auf sein Kerngeschäft mit Blättchen, Filtern und Hülsen. Gleichzeitig habe das Unternehmen mit dem „G2Vape“ auf der Mary Jane in Berlin seinen ersten Dry-Herb-Vaporizer im Cannabis-Segment erfolgreich vorgestellt.

Zur Cannabisreform sagte Hinz, der Begriff „Legalisierung“ sei übertrieben – tatsächlich handle es sich eher um eine Entkriminalisierung. Dennoch habe diese Entwicklung zur Entstigmatisierung beigetragen und vor allem den Zugang zu medizinischem Cannabis verbessert. Für Gizeh sei das Freizeitsegment dadurch deutlich relevanter geworden. Auch intern habe das Thema eine neue Dynamik ausgelöst, da Mitarbeitende zunehmend mit Fragen und Meinungen aus ihrem Umfeld konfrontiert würden.



Grüne LAG Drogenpolitik Berlin kritisiert geplante Änderungen am MedCanG

16.10.2025 | Die LAG Drogenpolitik Berlin hat in einem Positionspapier deutliche Kritik am Kabinettsbeschluss der schwarz-roten Bundesregierung zum Änderungsentwurf des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) geäußert. Konkret lehnt die LAG das geplante Verbot der Onlineverschreibung und des Versands von Medizinalcannabisblüten ab. Stattdessen sollten wirkungsvolle Kontrollen und ein europarechtskonformer Rechtsrahmen für die Telemedizin geschaffen werden und die Versorgung von Freizeitkonsumenten durch Modellprojekte sichergestellt werden.
Das Papier, das an die Grüne Bundestagsfraktion übermittelt wurde, solle Impulse für die weitere politische Arbeit geben, auch wenn es nicht die offizielle Position der gesamten Partei Bündnis 90/Die Grünen widerspiegle. Die Arbeitsgemeinschaft kündigte an, den Reformprozess weiterhin kritisch zu begleiten und lädt Interessierte zu ihren monatlichen Sitzungen ein.



„Gras-Parcours“ sensibilisiert Hürther Schüler für Cannabisrisiken

05.10.2025 | In Hürth sollen Achtklässler künftig mit einem sogenannten „Gras-Parcours“ für die Risiken des Cannabiskonsums sensibilisiert werden, so berichtet msn. Der interaktive Lernparcours, organisiert vom Runden Tisch „Suchtprävention an weiterführenden Schulen“, wird von der Drogenhilfe Köln fachlich begleitet und soll Wissen vermitteln, Einstellungen reflektieren und zum Dialog anregen.

25 Schulklassen nehmen in diesem Jahr teil. An fünf Stationen testen die Jugendlichen ihr Wissen, absolvieren eine Hindernisstrecke mit „Rauschbrille“ und erleben eine simulierte Talkshow. Ziel sei, die Gefahren von Cannabis für Konzentration, Gedächtnis und psychische Stabilität altersgerecht zu vermitteln. Ergänzend finde am 2. Dezember ein digitaler Elternabend über Zoom statt, um auch Erziehungsberechtigte einzubinden.



Fachbereichsübergreifend

BvCW-Fachkonferenzvideo mit Keynote veröffentlicht

Im Rahmen der vom Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) organisierten Fachkonferenz auf der Mary Jane Hanfmesse sprach Prof. Dr. Wim Schwerdtner (Fachhochschule Erfurt) in der Keynote "Nachwuchskräftegewinnung in der Cannabis-Branche" über die die notwendigen Kompetenzen in der Cannabiswirtschaft. Der Vortrag schließt mit den unterschiedlichen Kooperationsformen am Beispiel der Fachhochschule Erfurt.



Internationales

Frankreichs Medizinalcannabis vor dem Durchbruch: Overseed und Cannavigia setzen auf pharmazeutische Standards und digitale Rückverfolgbarkeit

15.10.2025 | Im Zuge der bevorstehenden Integration von medizinischem Cannabis in das französische Arzneimittelrecht betonten Overseed und Cannavigia in einem Interview mit newsweed die zentrale Rolle von Rückverfolgbarkeit und Compliance. Overseed-CEO Hugues Péribère erklärte, Frankreich wolle Cannabis ausschließlich als Arzneimittel mit den höchsten pharmazeutischen Qualitätsstandards zulassen – von der Wirkstoffanalyse bis zur Distribution in Apotheken. Diese Strenge solle Vertrauen schaffen, Patientensicherheit gewährleisten und Innovation ermöglichen.

Cannavigia-CEO Timo Bongartz hob hervor, dass Frankreich anders als viele Länder von Beginn an auf pharmazeutische Standards setze – mit Extrakten statt Blüten, ärztlicher Kontrolle und digitaler Dokumentation nach EU-GMP-Richtlinien. Die Plattform Cannavigia ermögliche dabei eine lückenlose digitale Nachverfolgung jeder Produktionsstufe, von der Saat bis zum Endprodukt. Das System solle nicht nur regulatorische Sicherheit bieten, sondern auch Transparenz für Ärzte, Apotheken und Behörden schaffen.

Beide Unternehmen sehen in der Kombination aus strenger Regulierung und technologischer Infrastruktur die Grundlage für ein glaubwürdiges, skalierbares Modell. Frankreich könne damit europaweit Maßstäbe setzen.

Termine

30.10.2025 - „Nutzhanf 2025 – Was bringt das nächste Anbaujahr?“ Veranstalter: Nutzhanf-Netzwerk e.V.

09.-15.11.2025 - Agritechnica in Hannover, Veranstalter: DLG Markets GmbH

21.-23.11.2025 - CaNoKo “Cannabis Normal”-Konferenz in Berlin, Veranstalter: Deutscher Hanfverband (DHV)

27.-28.11.2025 - Akzept Kongress in Bielefeld, Veranstalter: akzept e.V.

Stellenangebote

Rechtsanwalt im Bereich Cannabis- und Arzneimittelrecht: Rechtsanwaltskanzlei Ewenike (Remote)

Content Marketing (Minijob): 420MRKT (Remote) 

Assistenz der Geschäftsführung: Cansativa (Mörfelden-Walldorf)

Ausbildung zur Kauffrau/ zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel / u. a. m.: Cannamedical (Köln)

Auszubildende/n als Chemielaborant/in / u. a. m.: QSI (Karlsruhe)

Lagerist*in & Produktionsunterstützung / u. a. m.: Canify (Leipheim)

Accounting Manager /u. a. m.: enua Pharma GmbH  (Aachen)

Buchhalter:in / Accountant / u. a. m.: Aurora (Berlin)

Head of Sales Strategy / u. a. m.: Demecan (Berlin)

Vertrieb Hanfprodukte / u. a. m.: Signature Products (Pforzheim)

Finance Manager & Controller / u. a. m.: Bloomwell  (Frankfurt)

Pharmazeutisch-technischer Assistent / u. a. m.: Grünhorn (Leipzig)

Pflegefachperson Psychiatrie 60–80% - Mitarbeit in Pilotprojekten mit Cannabis: ISGF Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (Allschwil und Liestal)

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