Weitere Meldugen
Medizinalcannabis
CanDoc verstieß gegen Werberecht
26.11.2025 | Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) hat einen weiteren Erfolg in ihrem Kampf gegen die Verschreibungspraktiken digitaler Cannabis-Plattformen erzielt: Der Geschäftsführer der Plattform CanDoc, Stefan Fritsch, habe seine Berufung gegen eine Unterlassungsverfügung des Landgerichts Leipzig auf Empfehlung des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden zurückgenommen, so berichtet die Pharmazeutische Zeitung.
Das OLG Dresden habe signalisiert, dass die AKNR zur Beanstandung berechtigt sei, da es sich bei dem Angebot nicht primär um eine telemedizinische Dienstleistung handele, sondern die Plattform auf die Steigerung des Absatzes von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ausgerichtet sei. Die Plattform verstoße demnach gegen das Heilmittelwerbegesetz (HWG), unter anderem gegen das Werbeverbot für Fernbehandlungen. Zudem habe der Senat es grundsätzlich für ausgeschlossen erachtet, dass die Verschreibung von Medizinal-Cannabis allein auf Basis eines Fragebogens zulässig sein könnte. Die AKNR zeige sich erfreut über die „klaren Worte des Gerichts“ zu den Gefahren solcher Angebote. AKNR-Präsident Armin Hoffmann betone in einer Pressemitteilung, dass das geplante, verschärfte Medizinalcannabisgesetz (MedCanG) mit einem Versandverbot für Cannabisblüten nun schnell umgesetzt werden müsse. Er warne davor, dass Plattformen bereits versuchten, Nutzer auf Cannabisextrakte und THC-Vapes umzulenken, um das angekündigte Verbot zu umgehen.
Aus Sicht des BvCW ist der Vorgang ein Beleg dafür, dass bereits auf Basis der bestehenden Regelungen gegen HWG-Verstöße und Fragebogenverschreibungen vorgegangen werden kann, so dass die geplanten Verbote unverhältnismäßig sind.
PKV muss Cannabis-Therapie zahlen: Gericht sieht medizinische Notwendigkeit
25.11.2025 | Das Landgericht (LG) Hamburg hat in einem Urteil vom 1. August 2025 entschieden, dass ein privater Krankenversicherer (PKV) die Kosten für eine Medizinalcannabis-Therapie bei einem ehemaligen Polizisten aus Schleswig-Holstein tragen muss, so berichtet beck-aktuell. Das Gericht sprach dem Mann rückständige Erstattungen in Höhe von rund 19.758 Euro sowie einen Anspruch auf künftige Kostenübernahme zu.
Nach einem Sachverständigengutachten bejahte die 37. Zivilkammer die medizinische Notwendigkeit der Therapie für das chronische Schmerzsyndrom des Klägers, das aus einem Dienstunfall von 2007 resultierte. Die Cannabis-Behandlung habe eine signifikante Schmerzlinderung bewirkt, nachdem andere schulmedizinische Alternativen, inklusive einer Behandlung nach dem WHO-Stufenschema, zuvor ausgeschöpft waren, keine ausreichende Wirkung zeigten oder gravierende Nebenwirkungen ausgelöst hatten.
Das Gericht wies die Argumentation der PKV zurück. Weder die psychische Vorgeschichte des Klägers noch die noch nicht abschließend dokumentierte wissenschaftliche Studienlage zu Cannabis änderten etwas an der medizinischen Notwendigkeit im konkreten Einzelfall. Für den Versicherer sei allein die Eignung der Therapie beim einzelnen Versicherten maßgeblich. Nebenwirkungen oder Folgeerkrankungen könnten die Notwendigkeit einer geeigneten Therapie nicht relativieren.
USA: Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS) führe zu dramatischem Anstieg von Notfällen bei Jugendlichen
28.11.2025 | Immer häufiger landen Jugendliche mit plötzlichen, teils unstillbaren Brechattacken in der Notaufnahme, was auf chronischen Cannabiskonsum und das sogenannte Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS) zurückzuführen sei, so berichtet DocCheck. Eine umfassende Analyse des Boston Children’s Hospital von 4.571 Fällen bei 13- bis 21-Jährigen in den USA zwischen 2016 und 2023 zeige einen alarmierenden Trend: Die Fälle stiegen jährlich um durchschnittlich fast 49 Prozent, was als deutlicher Hinweis auf eine zunehmende Intensität des Cannabiskonsums gewertet werde. Bei Betroffenen, die typischerweise durch heißes Duschen Linderung suchen würden, musste demnach trotz Stabilisierung ein hoher Anteil von etwa 40 Prozent stationär aufgenommen werden.
Die Studie lieferte die bemerkenswerte Erkenntnis, dass der Anstieg der CHS-Fälle sowohl in US-Bundesstaaten mit legalisiertem Freizeit-Cannabis (RCL) als auch in nicht legalisierten Staaten signifikant war. Daraus schlussfolgern die Autoren, dass nicht die Gesetzeslage allein, sondern der gesamte gesellschaftliche Wandel rund um Cannabis, seine leichtere Verfügbarkeit und wachsende Akzeptanz das Konsumverhalten prägen und somit die Risiken bei Jugendlichen erhöhen.
Obwohl der genaue Mechanismus des CHS, der mit einer Störung des Endocannabinoid-Systems und einer Beteiligung des TRPV1-Systems in Verbindung gebracht wird, noch unklar ist, gelte der vollständige Verzicht auf Cannabis als die einzig wirksame Behandlung. Die Forscher fordern eine bessere Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen des intensiven Konsums und appellieren an Ärzte, bei starkem, wiederkehrendem und unklarem Erbrechen von Jugendlichen das CHS als eine wichtige Differenzialdiagnose in Betracht zu ziehen, um Fehldiagnosen und unnötige Behandlungen zu vermeiden.
Genussmittelregulierung
Aidshilfe und akzept kündigen Eröffnung des ersten Cannabis-Fachgeschäfts und Veröffentlichung des 12. Alternativen Drogen- und Suchtberichts an
27.11.2025 | Die Deutsche Aidshilfe und der Bundesverband akzept laden für den 3. Dezember zur Eröffnung des ersten Cannabis-Fachgeschäfts in Berlin ein, bei der gleichzeitig der 12. Alternative Drogen- und Suchtbericht 2025 präsentiert werde, so berichtet die Deutsche Aidshilfe. Mit der Eröffnung des Geschäfts wollen die Verbände eigenen Angaben zufolge aktiv zeigen, wie lizenzierte Abgabestellen funktionieren könnten, nachdem die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Modellprojekte zum legalen Verkauf abgelehnt habe. Dies sei ein Rückschlag, da die Teil-Legalisierung von Cannabis bereits positive Auswirkungen, wie den Rückgang der Kriminalität, gezeigt habe, die meisten Konsumenten jedoch weiterhin auf den illegalen Markt angewiesen blieben.
Der Drogen- und Suchtbericht widme sich beunruhigenden Entwicklungen im Drogenbereich: So führten Crack und synthetische Opioide zunehmend zu Verelendung und stellten eine wachsende Gefahr dar. Die Zahl der Drogentoten sowie der HIV-Infektionen bei intravenös Drogen konsumierenden Menschen steige.
Für die Pressekonferenz ist die Teilnahme von Experten wie Prof. Dr. Heino Stöver (akzept) zu lizenzierten Fachgeschäften und Dr. Maurice Cabanis (Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin) zur Weiterentwicklung der Substitutionsbehandlung angekündigt.
Bundesdrogenbeauftragter Streeck kritisiert Teillegalisierung und fordert Gesetzesänderung
30.11.2025 | Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), drängt auf Änderungen am Cannabisgesetz, da die Teillegalisierung zu einer Reihe von Problemen geführt habe, bei denen sofort gegengesteuert werden müsse, so berichtet er im Interview mit dem Deutschlandfunk. Streeck kritisierte im Deutschlandfunk die seiner Ansicht nach zu hohen legalen Besitzmengen – 50 Gramm zu Hause ermöglichten über hundert Joints – und sah eine Begünstigung von Dealern durch die erlaubten 25 Gramm unterwegs. Er begrüße die Pläne von Gesundheitsministerin Warken, den Missbrauch von Medizinalcannabis einzudämmen, dessen Importsteigerung von über 400 Prozent nicht medizinisch begründbar sei.
Besonders besorgt zeigte sich Streeck über den Jugendschutz, da die Zahl der Frühinterventionen, die Jugendliche von Drogen fernhalten sollten, seit dem Gesetz um 30 Prozent eingebrochen sei. Im weiteren Gespräch forderte er angesichts der drohenden Opioid-Krise in Deutschland dringend den Ausbau von Frühwarnsystemen und verteidigte die Nutzung von Drug-Checking als wichtiges Instrument zur Schadensminimierung. Hinsichtlich der Gesundheitsfinanzierung plädierte Streeck für große Reformen im System, die Anreize von der reinen Behandlung hin zur Gesundheitsprävention verschöben.
Die Union habe ihre Haltung zur Zukunft des Gesetzes in ihrem Koalitionsvertrag offengelassen, jedoch fordern führende Politiker wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die vollständige Abschaffung des Gesetzes, noch bevor die wissenschaftliche Evaluation im Jahr 2028 abgeschlossen sei.
Industriehanf
Nachhaltigen Wanderstock mit Hanffasern entwickelt
21.11.2025 | Die Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) und die LEKI Lenhart GmbH haben einen Wanderstock entwickelt, dessen Schaft aus regionalen Hanffasern und einer bio-basierten Matrix besteht, so berichtet der idw. Durch die Verwendung einer Matrix auf Basis von epoxidiertem Leinöl und Hanffasern, die mittels Kemafil-Prozess (Technologie zur Verbindung mehrerer Rohfasern) verarbeitet wurden, besteht der gesamte Stock zu über 64 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Produkt wurde in Zusammenarbeit mit der Bio-Composites and More GmbH entwickelt und seine Serientauglichkeit im Pultrusionsverfahren durch die CG TEC GmbH demonstriert. Der Stock zeichne sich durch eine mit Aluminium vergleichbare Biegefestigkeit und verbesserte Dämpfungseigenschaften bei reduziertem CO2-Fußabdruck aus.
Fachbereichsübergreifend
EU-Kommission prüft MedCanG-Änderung
28.11.2025 | Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) haben den Gesetzesentwurf zur Änderung des Medizinalcannabis-Gesetzes (MedCanG) mit Dringlichkeit bei der Europäischen Kommission notifiziert, so berichtet KrautInvest. Die Kommission hatte diese Dringlichkeit am 15. Oktober akzeptiert, stellte jedoch gleichzeitig klar, dass dies nur die Dringlichkeit betrifft und diese Einstufung ihre Beurteilung der Vereinbarkeit des Gesetzentwurfs mit dem EU-Recht „in keiner Weise“ berühre. Damit sei weiterhin unklar, ob die geplante Anpassung des MedCanG mit den Vorgaben der Europäischen Union zu vereinbaren sei.
Die Notifizierung diene dem Zweck, eine mögliche Behinderung des freien Waren- oder Dienstleistungsverkehrs durch das nationale Gesetz zu prüfen. Die Ministerien begründeten ihren Eilantrag unter anderem mit erheblich gesteigerten Importen von medizinischen Cannabisblüten und einem angeblich festgestellten Handlungsbedarf durch den Internationalen Suchtstoffkontrollrat (INCB). Zuvor habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Importe gestoppt, da die beim INCB gemeldete Höchstmenge von 122 Tonnen überschritten gewesen sei. Das BfArM habe diese Höchstmenge jedoch zwischenzeitlich angepasst und bewillige seit Oktober wieder Einfuhren.
Eine erste Einschätzung der EU-Kommission zur EU-Rechtskonformität des Gesetzesentwurfs stünde noch aus. Die Situation erinnere an das Notifizierungsverfahren für die ursprüngliche Cannabis-Legalisierung der Ampel-Regierung, bei der europarechtliche Bedenken zur Folge hatten, dass der vorgesehene Verkauf in Fachgeschäften gestoppt werden musste.
ICBC kehrt im April 2026 nach Berlin zurück
Die International Cannabis Business Conference (ICBC) veranstaltet vom 13. bis 15. April 2026 erneut die ICBC Berlin Cannabis B2B-Veranstaltung im Estrel Berlin Hotel, so berichtet KrautInvest.
Deutschland bleibe weiterhin Vorreiter in der kontinentalen Cannabispolitik und -industrie. Sektoren, die sich auf den Heimanbau und Konsum fokussierten, profitierten stark vom Konsumcannabisgesetz (CanG) aus dem Jahr 2024. Auch die Medizinalcannabis-Industrie wachse beeindruckend, nicht zuletzt durch die Streichung von Cannabis aus der Betäubungsmittelliste.
Die ICBC Berlin biete eine zentrale Plattform für Networking in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt. Besondere Schwerpunkte seien für 2026 geplant, darunter:
- Kostenlose Tickets für Cannabis-Apotheken, lizenzierte Anbauvereinigungen und Grow-Shops.
- Ein Grow/Cultivation Pavilion und eine Outdoor Consumption Lounge.
Erwartet würden über 5.000 Branchenführer, Investoren und politische Entscheidungsträger aus über 80 Ländern. Bei der letzten Konferenz im April 2025 schätzte der Ökonom Beau Whitney den gesamten globalen Adressmarkt für medizinisches und Adult-Use-Cannabis auf rund 237,8 Milliarden US-Dollar.
Internationales
USA: MMJ International Holdings bereit für klinische Studien mit Cannabinoid-Arzneimittel
25.11.2025 | MMJ International Holdings, Inc. steht bereit, als eines der wenigen US-Unternehmen ein vollständig hergestelltes, validiertes und bundesrechtskonformes Cannabinoid-Arzneimittel in klinische FDA-Studien zu überführen, sobald die abschließende Genehmigung der DEA (Drug Enforcement Administration) vorliege, so berichtet finanznachrichten.
Duane Boise, President und CEO von MMJ, betonte, das Unternehmen habe „echte Medizin gebaut“, während andere in der Branche „Schlupflöcher jagten“. Die Soft-Gel-Kapsel von MMJ, ein natürliches Vollspektrum-Cannabisextrakt, erfülle bereits alle wissenschaftlichen und herstellungstechnischen Anforderungen für klinische Studien, inklusive FDA Investigational New Drug (IND)-Programme (ein Verfahren, mit dem ein Pharmaunternehmen die Genehmigung erhält, klinische Studien am Menschen durchzuführen und ein experimentelles Medikament über Staatsgrenzen hinweg zu versenden) für Huntington-Krankheit und Multiple Sklerose sowie Orphan Drug Designation (ein Sonderstatus, der Arzneimitteln und biologischen Produkten gewährt wird, die zur Behandlung seltener Krankheiten oder Leiden in den Vereinigten Staaten bestimmt sind) für Huntington-Krankheit.
Die Firma warte seit Dezember 2018 auf die Erteilung der Herstellerregistrierung durch die DEA, die gesetzlich zu einer zeitnahen Entscheidung verpflichtet sei. Boise erwarte, dass der angekündigte Beschluss von Präsident Donald Trump zur nationalen Cannabinoid-Regulierung diese letzte regulatorische Hürde durch die DEA beseitigen werde.
Israel: Innocan Pharma: CBD-Injektion zeige Langzeitwirkung ohne Leberschäden
25.11.2025 | Das israelische Biotech-Unternehmen Innocan Pharma Corporation habe vielversprechende Ergebnisse einer Langzeitstudie zu seiner liposomalen CBD-Technologie (LPT-CBD) veröffentlicht, die eine langanhaltende Schmerzlinderung ohne die Gefahr von Leberschäden bei chronischer Anwendung zeige, so berichtet ad-hoc-news. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Frontiers in Pharmacology, dokumentierten eine zehnmonatige Beobachtungsphase bei Probanden mit chronischen Schmerzen.
Die Ergebnisse stärkten die Grundlage für kommende klinische Studien am Menschen und positionierten die LPT-CBD-Plattform als potenziellen Wendepunkt im Schmerzmanagement, insbesondere als nicht-opioide Alternative. Innocan werde diese Erkenntnisse nun in den Dialog mit den Zulassungsbehörden einbringen.
USA: Tägliche Cannabiskonsum übertrifft Alkohol & Abhängigkeit durch Hochpotenz-Produkte
25.11.2025 | In den USA hat die Zahl der täglichen Cannabiskonsumenten seit 2022 jene der täglichen Alkoholkonsumenten übertroffen, so berichtet apnews auf Bezug zu einer Studie von Jonathan Caulkins, ein Forscher im Bereich Cannabispolitik an der Carnegie Mellon University. Diese Verschiebung in den Konsumgewohnheiten stehe im Zusammenhang mit der Legalisierung und der Kommerzialisierung von Hochpotenz-Produkten (80 % bis 95 % THC), die das Risiko für Abhängigkeit erhöhen.
Der tägliche Konsum hochkonzentrierter Produkte könne Gedächtnis, Schlaf und Konzentration beeinträchtigen sowie Angstzustände oder Depressionen verstärken. Derzeit gebe es kein von der FDA zugelassenes Medikament zur Behandlung der Cannabisabhängigkeit. Dr. Kevin Hill, Suchtmediziner am Boston’s Beth Israel Deaconess Medical Center, betonte die Notwendigkeit von besserer Aufklärung unter Konsumentinnen und Konsumenten sowie Ärztinnen und Ärzten, da für die meisten Nutzer die Risiken die Vorteile überwögen.
Österreich plant Einschränkungen beim Cannabis-Verkauf
22.11.2025 | Die österreichische Regierung habe eine Änderung des Tabakgesetzes vorgestellt, die künftig eine ausschließliche Abgabe von Cannabis-Produkten über Tabak-Trafiken vorsehe, so berichtet der ORF in einem knapp zweiminütigen Videobeitrag.
Damit solle der Verkauf aus den zahlreichen Hanfshops im Land verlagert werden. Der Österreichische Cannabis Bundesverband (ÖCB) habe bereits angekündigt, gegen diese Gesetzesänderung vor den Verfassungsgerichtshof zu ziehen (wir berichteten).
Kanada: Cannabis-Industrie fordert staatliche Unterstützung für Exportoffensive
24.11.2025 | Der kanadische Cannabissektor fordert die Regierung auf, ihre Rolle im globalen Exportgeschäft anzuerkennen und zu unterstützen, da Kanada seine anfänglichen Vorteile zu verlieren drohe, so berichtet stratcann. Paul McCarthy, Präsident des Cannabis Council of Canada, verlangte eine vereinfachte und beschleunigte Exportgenehmigung durch Health Canada, die Aufnahme von Cannabis in die Exportförderprogramme von Global Affairs Canada sowie den Zugang zu Finanzierungsinstrumenten der Export Development Canada (EDC) und Business Development Bank of Canada (BDC). Er warnte davor, dass die starren Regularien und das Fehlen aktiver Handelsdiplomatie dazu führten, dass agile Konkurrenten wie Australien, Israel und Portugal den kanadischen Vorsprung aufholten. Raj Grover, CEO von High Tide Inc., unterstrich diese Bedenken und forderte eine National Cannabis Export Strategy, da der Verlust der Marktführerschaft drohe, selbst wenn die Exporte in Märkte wie Deutschland oder das Vereinigte Königreich eine halbe Milliarde Dollar überschritten.
Letzte Meldung
Cannabis-Clip mit Söder-Double sorge für Aufsehen – „Depp vom Dienst“
22.11.2025 | Das Werbevideo eines Cannabis-Unternehmens, in dem eine verpixelte und stimmlich verfremdete Figur des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für die Legalisierung werbe, habe für Aufsehen gesorgt, so berichtet die Gießener Allgemeine.
Der Clip starte mit der Aussage„Legalisierung: Ich war dagegen“ und zeige dann eine Söder-ähnliche Person, die plötzlich die Vorteile der Legalisierung (sprudelnde Steuereinnahmen, Entlastung der Polizei) anpreise. Die Figur schließe mit den Worten: „Da steh ich ja da, wie der Depp vom Dienst“.
Die Werbung stamme vom Online-Portal Dr. Ansay, das Krankschreibungen und medizinisches Cannabis per Rezept anbiete. Unter dem Video, das auf YouTube über 1,7 Millionen Aufrufe gesammelt habe, sei ein Hinweis platziert, dass der Clip mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sei und die dargestellten Personen und Ereignisse frei erfunden seien.